Verkehrsunfall beim Wenden – Rüstzug im Einsatz

Erster Einsatz im neuen Jahr für die Feuerwehr Lauenau: Gegen 11 Uhr sind heute morgen (15.01.2020) zwei Autos in Lauenau zusammengestoßen, die beiden Fahrerinnen im Rentenalter wurden dabei verletzt.

Die Fahrerin dieses Kleinwagens wollte wenden - und übersah einen anderen Wagen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Die Fahrerin dieses Kleinwagens wollte wenden - und übersah einen anderen Wagen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Nach ersten Polizeiangaben am Unfallort hatte eine 83-Jährige um kurz vor 10 Uhr versucht, vor dem Netto-Markt an der Coppenbrügger Landstraße mit ihrem Kleinwagen aus einer Parklücke heraus um 180 Grad zu wenden.

Sie übersah den Audi einer 76-Jährigen, die in Richtung B442 fuhr und nicht mehr ausweichen konnte.

Der Audi war mit der rechten Seite gegen den Kleinwagen gestoßen und hatte ihn wohl wieder herumgeschleudert (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Der Audi war mit der rechten Seite gegen den Kleinwagen gestoßen und hatte ihn wohl wieder herumgeschleudert (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Das Auto der 76-Jährigen stieß mit der rechten Seite in die Fahrertür des Kleinwagens, bei dem sämtliche Seitenairbags auslösten, und schleuderte ihn nach rechts um die eigene Achse zurück.

Zersplittert: Airbags haben hier stärkere Verletzungen verhindert. (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Zersplittert: Airbags haben hier stärkere Verletzungen verhindert. (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Auch im Audi lösten die Airbags aus und der Aufprall ließ die Windschutzscheibe großflächig zersplittern.

Starker Aufprall: Der Kleinwagen der 83-jährigen Unfallverursacherin stand nach Zeugenangaben fast rechtwinklig zur Fahrbahn, wurde durch den Aufprall aber wieder zurückgeschleudert (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Starker Aufprall: Der Kleinwagen der 83-jährigen Unfallverursacherin stand nach Zeugenangaben fast rechtwinklig zur Fahrbahn, wurde durch den Aufprall aber wieder zurückgeschleudert (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Erste Anrufer hatten der Rettungsleitstelle über den Notruf 112 gemeldet, dass noch Menschen eingeklemmt seien.

Die Disponenten in Stadthagen alarmierten deshalb den Rüstzug Rodenberg, der aus den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten aus Lauenau und Rodenberg gebildet wird.

Die Besatzungen der Rettungswagen aus Rodenberg und des Notarztzubringers aus Stadthagen versorgten die verletzten Frauen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Die Besatzungen der Rettungswagen aus Rodenberg und des Notarztzubringers aus Stadthagen versorgten die verletzten Frauen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Schnell stellte sich dann heraus, dass doch keine der Unfallbeteiligten eingeklemmt war.

Die Feuerwehrleute aus Rodenberg drehten noch vor dem Erreichen der Einsatzstelle um, während die rund 20 unbezahlten Helfer aus Lauenau die Straße sperrten, Glassplitter vom Gehweg fegten und die Unfallfahrzeuge auf Leckagen untersuchten.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab, mussten aber niemanden mehr befreien (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute sicherten die Unfallstelle ab, mussten aber niemanden mehr befreien (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Die Besatzungen zweier Rettungswagen und des Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) aus Stadthagen versorgten derweil beide Fahrerinnen.

Nach ersten Angaben der Polizei wurden sie mittelschwer verletzt, müssen aber wohl nicht stationär im Krankenhaus bleiben.


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