Wieder A2: Schwerer LKW-Unfall am Stauende

Eine durch LKW-Fahrer blockierte Rettungsgasse verzögerte wieder einmal die Hilfe, weil die Ehrenamtlichen nur sehr langsam zum Unfallort kamen!

Ein 68-jähriger LKW-Fahrer aus dem Kreis Lippe ist gestern Nachmittag gegen 14 Uhr auf der Autobahn 2 bei Lauenau mit seinem Kleinlaster, vermutlich ungebremst, auf einen am Stauende stehenden 40-Tonner aufgefahren und lebensgefährlich verletzt worden.

Weil viele LKW-Fahrer schon kurz darauf teilweise zu dritt nebeneinander die Rettungsgasse blockierten, mussten die Feuerwehren aus Lauenau und Rodenberg die verlorene Zeit mit einem pragmatischen Trick bei der technischen Rettung des eingeklemmten LKW-Fahrers wieder aufholen.

Statt einen Rüstwagen umständlich umzudrehen und die Seilwinde zu benutzen, montierten die Rettungsprofis einen hydraulischen Zylinder zwischen Auflieger und dem Unfallwrack und konnten so recht zügig die Lenksäule vom eingeklemmten Fahrer wegziehen, nachdem der LKW ein Stück vorgefahren worden war.

Der hydraulische Zylinder wird befestigt, um die Lenksäule vom Verletzten wegzuziehen
Der hydraulische Zylinder wird befestigt, um die Lenksäule vom Verletzten wegzuziehen

Nach der Befreiung wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber Christoph 13 aus Bielefeld in ein Krankenhaus geflogen. Die Autobahn war längere Zeit in Richtung Dortmund voll gesperrt.

In diesem Video erklärt Ortsbrandmeister Thomas Böhm, der den Einsatz geleitet hat, wie die Retter vorgegangen sind und berichtet über die Probleme mit der fehlenden Rettungsgasse.

Direktlink zum Video: https://youtu.be/fQ89fio506w

Moin!

n112.de ist (m)ein Blog für Feuerwehr-Nachrichten und -Reportagen vorwiegend aus Bad Münder (Landkreis HM), Lauenau, Rodenberg, Bad Nenndorf und dem Auetal (Lkr. SHG).

Ich bin freier Fotojournalist/Fotograf/Filmer und habe auch hauptberuflich Erfahrung als Rettungssanitäter in der Stadtrettung.

Hier berichte ich unabhängig über die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren, um das, was sie jeden Tag unbezahlt zu leisten bereit sind, sichtbarer zu machen. 

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Stefan Hillen