Während Polizeikontrolle: Pannen-LKW fing plötzlich Feuer

Vermutlich durch einen technischen Defekt ist heute Nachmittag (26.06.19) ein 7,5-Tonner auf der B442 bei Eimbeckhausen in Brand geraten. Kurios: Polizisten in Zivil waren erst kurz zuvor auf den Pannen-LKW aufmerksam geworden und kontrollierten gerade die Papiere des Fahrers, als sie plötzlich Flammen an einem der hinteren Räder bemerkten und die Feuerwehr alarmierten. Anschließend griffen sie beherzt zum Pulverlöscher, doch das Feuer war schon zu groß!

Erstangriff mit Kübelspritze: Während ein C-Schlauch vorbereitet wird, versuchen zwei Feuerwehrleute, die Flammen mit einem Kleinlöschgerät in Schach zu halten (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Erstangriff mit Kübelspritze: Während ein C-Schlauch vorbereitet wird, versuchen zwei Feuerwehrleute, die Flammen mit einem Kleinlöschgerät in Schach zu halten (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Nach ersten Informationen hatte die Zivilstreife kurz vor 17 Uhr den Klein-LKW bemerkt, der kurz hinter der Kreuzung nach Eimbeckhausen und Rohrsen auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Bad Münder stand.

Die Polizisten sicherten das Pritschenfahrzeug ab und begannen, mit dem Fahrer zu sprechen. Doch noch während sie seine Papiere einsahen, schlugen plötzlich Flammen aus einem der hinteren Reifen.

Flammen schlagen aus dem Kleinlastwagen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Flammen schlagen aus dem Kleinlastwagen (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Die überraschte Zivilstreife alarmierte sofort die Feuerwehr, parallel griff einer der Beamten zum Auto-Pulverlöscher – doch die Flammen hatten sich schon zu weit ausgedehnt und ließen sich bis zum Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeugs aus Eimbeckhausen nicht vollständig löschen.

Die anrückenden Helfer sahen sich einem ausgedehnten Feuer gegenüber. Durch ihren schnellen Einsatz hatten die Polizisten allerdings noch verhindern können, dass der Grünstreifen deutlich mehr in Brand geriet.

Zeitgleich zum Aufbau eines Löschangriffs mit C-Schläuchen und Verteiler griffen zwei Feuerwehrleute zu einer Kübelspritze, um zunächst ein weiteres Übergreifen der Flammen auf den knochentrockenen Grasstreifen zu verhindern und die Flammen am Fahrzeug niedrig zu halten.

RTW-Besatzung hilft Feuerwehrleuten

Die Besatzung des vorsorglich alarmierten Rettungswagens hatte keinen Verletzten zu versorgen.

Außerhalb der Gefahrenzone: Die Sanitäter des Rettungswagens helfen beim Anlegen der Atemschutzgeräte und beim Aufbau des Löschangriffs (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)
Außerhalb der Gefahrenzone: Die Sanitäter des Rettungswagens helfen beim Anlegen der Atemschutzgeräte und beim Aufbau des Löschangriffs (Foto: n112.de/Stefan Simonsen)

Weil beide aber selbst aktive Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr sind und alle Handgriffe kennen, halfen sie kurzerhand beim Aufbau der Wasserleitung und dem Anlegen der Atemschutzgeräte, bis ausreichend Feuerwehrleute eingetroffen waren.

Unter Atemschutz gelang es dem ersten Angriffstrupp dann auch in wenigen Minuten, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen, bevor sie das ganze Fahrzeug erfassen und dabei bis zum Treibstofftank gelangen konnten.

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurden ein zusätzliches Tanklöschfahrzeug aus Bad Münder und die Feuerwehr Nettelrede alarmiert.

Auf der Umgehungsstraße gibt es keine Hydranten – Löschwasser kann nur über zusätzliche Fahrzeuge herangeschafft werden.

Mit einer Wärmebildkamera wurde das qualmende LKW-Gestell schließlich noch auf „heiße Stellen“ untersucht, bevor die Ehrenamtlichen wieder einrücken konnten.

Die Bundesstraße wurde für die Zeit des Einsatzes voll gesperrt, es kam aber nur zu geringfügigen Behinderungen.

Hinweis: Alle Fotos sind für die eingesetzten Feuerwehren kostenlos zu erhalten. Bitte wendet euch bei Interesse mit einer offiziellen Mailadresse eurer Organisation an redaktion@n112.de!